Nun sind's tatsächlich nur noch 33 Tage, bis wir endlich zum nächsten großen Urlaub aufbrechen dürfen!
Vorher verlangen mir die Münchner Opernfestspiele noch einiges ab, so dass bisher noch keine wirkliche Zeit blieb, um in die Urlaubsvorbereitung einzusteigen.
Aber auf jeden Fall gehts am 01.08. - nachdem mit dem 31.7. die Spielzeit mit einem "Tannhäuser" und einer fulminanten Party zu Ende gehen wird - nachmittags mit "Emirates" und einem Zwischenstop in Dubai erst einmal nach Brisbane.
Das Visum haben wir schon, die Reiseführer und -lektüre steht im Schrank, das Projekt "Kühlschrank-Leeressen" läuft, ein neuer Sonnenhut und Badeschuhe liegen bereit.
Ich freu mich auf Down under und die Fiji-Inseln!
Wer mag, kann übrigens immer die Reiseroute auf der Google-Maps-Karte im rechten Rand mitverfolgen!
29.6.10
13.8.09
3.8.09
Petty & Poly on tour: Warschau 2009
Tja, aber Petty und Poly wir haben ja keine Wahl, denn schließlich muss es ja eine europäische Hauptstadt sein, und so machten wir uns auf Weg:
Tag 1:
- Start mit einem durch viel Sekt versüßten Lusthansa-Flug
- Das Zimmer "Chatka - The Hut" im Oki Doki-Hostel beziehen
- erst mal 1-3 Bierchen im Zimmer trinken, weil's draußen eh viel zu heiß ist
- Sushi-Essen gehen
Tag 2:
- Ausschlafen, frühstücken, seltsame Gespräche mit der Amerikanerin Terry ("My heart was born in Germany")
- Stadtbesichtigung: Kulturpalast (mit der großartigen interaktiven Ausstellung "Sport i szpinak"), Altstadt, Königsschloss, Piroggen-Mittagessen, Chopin's "Hart" (leider Kirche geschlossen)
- Abendprogramm: Bier in der Hostelbar trinken, wieder seltsame Gespräche mit Terry (s.o.), mit unserer neuen Urlaubsbekanntschaft zum Vietnamesen gehen und anschließend mit weiterem Bier/Wein im Hostel "Stadt, Land, Fluss" spielen
- Ausschlafen :-)
- nach dem Frühstück: Besichtung des Nationalmuseums
- Warschauer Ghetto: Denkmal
- noch einmal Altstadt
- Abendprogramm: Essen beim Mexikaner (Margeritas und Desperados, olè!), und dann überaus ausartendes Feiern von Andis Geburtstag in der Hostel-Bar (Büffelgraswodka), tatkräftig unterstützt durch sehr international gemischte Hostelgäste und -mitarbeiter
noch mehr ausschlafen
- Busfahrt zum Wilanów-Palast, den wir leider nicht von innen besichtigen konnten (aber wenigstens hatten wir Glück mit dem Wetter) - also Lustwandeln durch den Schlossgarten, OpenAir-Konzert mit Concerti grossi von "Jerzy Fryderyk Händel"
- Polnisches Abendessen (uäh, da war der Slibowitz danach aber sowas von nötig)
- zurück nach München - im Flugzeug drängte uns die Lusthansa-Saftschubse ungefragt Sekt auf, so dass unser guter Vorsatz, nüchtern zu bleiben, leider auch wieder einmal fehlschlug
Hier die Übersichtskarte der bisherigen Hauptstadt-Reiseziele:
Petty & Poly: Die Hauptstädte auf einer größeren Karte anzeigen
Weitere Fotos im Picasa-Webalbum:
![]() |
| 2009_07 Warschau |
21.7.09
25.6.09
Südamerika 2009 - Zusammenfassung und Schluss
Nach 53 Tagen Reise hier nun - ganz journalistisch und natürlich objektiv - die harten Fakten:
- bereiste Länder: 4 (Ecuador, Peru, Bolivien und Chile)
- Zeitumstellung: 7 Stunden (Galapagos) - 5 Stunden (Bolivien/Chile) "vor" deutscher Zeit
- neue Stempel im Pass: 8
- unterschiedliche Betten: 26 (davon 3 Nächte im Zelt)
- Nachtbusfahrten: 3
- Kilometer Luftlinie: ca. 4.000
- höchstgelegene Stadt: La Paz / El Alto (ca. 4.000 m)
- höchster Punkt: Punta Unión / Chile (4.750 m)
- Gewicht meines Rucksacks beim Hin-/Rückflug: 11,5 bzw. 14 kg
- bestes Essen: Azul Profundo (Santiago), La Estaka (San Pedro de Atacama), Filou de Montpellier (Valparaiso), Frühstück auf unserem Schiff (Galapagos) und die Ceviche in Lima
- schlechtestes Essen: Kuchu Marka (Putre), am 2. Abend in San Pedro de Atacama und die selbergekochte Fertigpasta beim Trekking
- schönstes Hotel: Hostel Edén Atacameño (San Pedo de Atacama)
- schlimmste Unterkunft: die Muffelzimmer in den Hostels in Puno und Lima
- höchste Temperatur: Galapagos-Inseln, Cuenca (Ecuador), Lambayeque (Peru)
- niedrigste Temperatur: Geysir-Besichtigung (San Pedro de Atacama)
- höchster Temperaturunterschied an einem Tag: Salar de Surire (morgens früh um 7 Uhr: -15° C) - Iquique (nachmittags bei der Humberstone-Mine: +25° C)
- tollstes gelerntes Wort: "durazno" (= Pfirsich), "Adelante!" (= Herein!, vorwärts) im Spanischen und "endemic species" in Englisch
- gelesene Bücher: 12
- unnötigste Gepäckstücke: Fahrrad- und normales Schloss, Mückennetz, Impfpass
- konsumierte alkoholische Getränke: keine, weil wir so brav sind
- unerwartet wichtigstes Gepäckstück: Skiunterwäsche, Strickmütze und -handschuhe
- Verluste: diverse Einzelsocken, 1/2 Schnürsenkel (den hat mir Norman während unseres Trekkings beim Versuch, bei Eiskälte den Tee direkt unter dem Zeltvordach zu kochen, versengt), oberste Hautschichten (beim Sandboarden)
- Zugewinne: 1 Bart, 1 Kissenbezug, diverse DVDs, Alkohol, 1 Blaufusstölpel-Schlüsselanhänger, 1 T-Shirt von cuy-arts
- ungewöhnlichstes Essen: Meerschweinchen (muss man nicht haben), Ceviche (immer und überall superlecker!), Pisco Sour (mal so, mal so), Lama/Alpaka (siehe Meerschweinchen), Avocados (noch nie so gute und so viele gegessen)
- verbrauchte Medikamente: 2 Aspirin, 7 Tannacomp (eher prophylaktisch), 1 Flasche Sonnencreme LSF 50, Halswehtabletten und unendlich viele Taschentücher
- wildeste Busfahrt: Pisco Elqui - Vicuña
- lustigstes Treffen: Ollie am Flughafen und zufällig nochmal am größten Platz in Quito
- Anzahl Fotos: knapp 3.000 (keine Angst, die werden noch aussortiert)
- lustigste Tiere: Blaufußtölpel, faule Seelöwen, hüpfende Lamas, Papageienfische, Vicuñas, Vizcachas
- netteste Bekanntschaften: Efrain von Conaf in Guallatire, Conaf-Mensch in Arica, Indio-Familie in Quilotoa, unser Arriero beim Santa Cruz-Trek, der Ausrüstungsverleiher in Huaraz, alle Taxifahrer und die Dame im voll belegten Hostel in Valparaiso, die uns umgehend ein Zimmer besorgte und uns sogar zu Fuss zum nächsten Hostel begleitete
- unschöne Bekanntschaften: keine, nada!
- Ja, es ist möglich, 2 Monate unbeschwert durch Südamerika zu reisen, ohne überfallen zu werden oder an Montezumas Rache zu erkranken
- in Südamerika darf man nie (!) Klopapier in die Toilette werfen, sondern man muss dafür immer den Mülleimer zur Entsorgung benutzen
- viel Wissen über die Inka / Moches / Chimú und sonstige prä-inkaische Völker
- noch viel mehr über Neruda (besonders toll: seines Liebesgedichte und seine "Oden an die gewöhnlichen Dinge")
- viel Spanisch, denn ausser in den grossen Städten Chiles hat niemand mit uns Englisch gesprochen
- Galapagos ist in jedem Fall eine Reise und v.a. seinen Preis wert!
- Treppensteigen auf 4.000 m Höhe ist doof!
- auch ich kann offenbar seekrank werden
- nächstes Mal würden wir: wärmere und v.a. mehr Socken mitnehmen, nicht mehr soviel Zeit in Chile und im Norden Perus verbringen, sondern lieber mehr Tage auf Galapagos oder in Bolivien bleiben sowie enen Abstecher in den Urwald und an den Amazonas machen
- Schnorcheln mit Seelöwen (Galapagos) sowie der Vollmond in der Bucht von Santa Fé
- die Wolken über Machu Picchu
- zweiter Nachmittag beim Trekking am Zeltplatz mit Blick auf die 5-6.000er
- heisse Therme am Salar de Surire
- Fahrradtour in Baños
- Blick auf La Paz von El Alto aus
- Sternegucken in San Pedro de Atacama
- Nerudas Wohnhäuser
- ... und natürlich noch viele mehr, aber ich will ja nicht noch einmal alle vergangenen Blogeinträge zitieren...
Santiago de Chile (22./23.06.09)
Und wieder wars im Hotel vormittags so ruhig, dass wir natürlich ausschlafen mussten :-)
Das Frühstück sparten wir uns, liessen uns gleich eine Führung durch eines der nahegelegenen Weingüter reservieren, fuhren mit der Metro zum Busbahnhof und kauften für Norman eine Fahrkarte für den nächsten Tag nach Mendoza/Argentinien und fuhren dann in die Innenstadt auf der Suche nach einem Café und Frühstückersatz.
Zum Draußen-Rumlaufen wars definitiv viel zu ungemütlich, also setzten wir uns kurzerhand in die etwas abgehalfterte 60er-Jahre "Bar Nacional", in der die Kellner in dreckigen weissen Hemden herumstanden und v.a. ratschten. Sehr lecker war danach die Heisse Schokolade im einem winzigen Café im Stadtteil Bellavista, und dann fuhren wir mit der U-Bahn und anschließend mit dem Colectivo ziemlich weit raus aus der Stadt zum Weingut Viña Cousiño Macul, wo wir eine eher maue Führung durch die Weinkeller bekamen und immerhin auch 2 Weine probieren durften.
Wieder mit einem Colectivo, das wir nach kleineren Bemühungen endlich an der Strasse anhalten konnten, fuhren wir zur U-Bahn bzw. zur riesigen Mall, die sich dort befindet. Dort shoppten wir im "Hiper Lider"-Riesensupermarkt ein paar Mitbringsel und fuhren dann zurück ins Hostel. Nach einer kleinen Lese-/Internetpause machten wir uns wieder auf den Weg nach Bellavista zum "Abschiedsabend" :-(
Den begingen wir zuerst in einer Bar names "Backstage" mit einer fragwürdigen Pisco-Cocktail-Variante, bevor wir ins superschöne Restaurant "Azul Profundo" wechselte, wo wir fantastische Lachs-Ceviche und noch viel mehr feinen Fisch speisten.
Danach wechselten wir wieder zurück ins Backstage und zu Piscola, während wir unsere "Schlussbesprechung" abhielten. Ergebnis folgt!
So ging dann leider auch der Abend viel zu schnell zu Ende, und ein frierender Taxifahrer brachte uns in überaus rasanter Fahrt (zum Glück waren zu dieser späten Stunde kaum noch Autos oder Fußgänger unterwegs) zurück zum Hostel, wo wir eine letzte Nacht unter Stuckdecken verbrachten.
Denn am nächsten Morgen stand das "Große Packen" zumindest für mich auf dem Plan, das aber recht schnell ging, schließlich sind wir in Übung. Gegen Mittag räumten wir dann unser Zimmer und fuhren gemeinsam zum Busbahnhof, wo Norman den Bus nach Mendoza/Argentinien bestieg, um zumindest ein echt argentinisches Rindersteak zu essen, und ich mich in den Bus Richtung Flughafen setzte.
Norman darf eben noch eine Woche länger Urlaub machen, die er für einen 3tägigen Abstecher nach Mendoza und natürlich für 2-3 Tage Skifahren im Valle Nevado nutzen wird.
Nach stundenlangem Warten und einem ewigen Heimflug (13 Stunden nach Madrid, 2 Stunden nach München) kam ich bei Regen gestern abend wieder in München an, wurde bei Re und Tom, meinen fleißigen Wohnungshütern, zuhause schon mit einem Begrüßungsprosecco erwartet und nach Hause chauffiert, und nun sortiere ich die Berge an Post, wasche Wäsche und gewöhne mich so langsam wieder an das "europäische" Leben :-)
Das Frühstück sparten wir uns, liessen uns gleich eine Führung durch eines der nahegelegenen Weingüter reservieren, fuhren mit der Metro zum Busbahnhof und kauften für Norman eine Fahrkarte für den nächsten Tag nach Mendoza/Argentinien und fuhren dann in die Innenstadt auf der Suche nach einem Café und Frühstückersatz.
Zum Draußen-Rumlaufen wars definitiv viel zu ungemütlich, also setzten wir uns kurzerhand in die etwas abgehalfterte 60er-Jahre "Bar Nacional", in der die Kellner in dreckigen weissen Hemden herumstanden und v.a. ratschten. Sehr lecker war danach die Heisse Schokolade im einem winzigen Café im Stadtteil Bellavista, und dann fuhren wir mit der U-Bahn und anschließend mit dem Colectivo ziemlich weit raus aus der Stadt zum Weingut Viña Cousiño Macul, wo wir eine eher maue Führung durch die Weinkeller bekamen und immerhin auch 2 Weine probieren durften.
Wieder mit einem Colectivo, das wir nach kleineren Bemühungen endlich an der Strasse anhalten konnten, fuhren wir zur U-Bahn bzw. zur riesigen Mall, die sich dort befindet. Dort shoppten wir im "Hiper Lider"-Riesensupermarkt ein paar Mitbringsel und fuhren dann zurück ins Hostel. Nach einer kleinen Lese-/Internetpause machten wir uns wieder auf den Weg nach Bellavista zum "Abschiedsabend" :-(
Den begingen wir zuerst in einer Bar names "Backstage" mit einer fragwürdigen Pisco-Cocktail-Variante, bevor wir ins superschöne Restaurant "Azul Profundo" wechselte, wo wir fantastische Lachs-Ceviche und noch viel mehr feinen Fisch speisten.
Danach wechselten wir wieder zurück ins Backstage und zu Piscola, während wir unsere "Schlussbesprechung" abhielten. Ergebnis folgt!
So ging dann leider auch der Abend viel zu schnell zu Ende, und ein frierender Taxifahrer brachte uns in überaus rasanter Fahrt (zum Glück waren zu dieser späten Stunde kaum noch Autos oder Fußgänger unterwegs) zurück zum Hostel, wo wir eine letzte Nacht unter Stuckdecken verbrachten.
Denn am nächsten Morgen stand das "Große Packen" zumindest für mich auf dem Plan, das aber recht schnell ging, schließlich sind wir in Übung. Gegen Mittag räumten wir dann unser Zimmer und fuhren gemeinsam zum Busbahnhof, wo Norman den Bus nach Mendoza/Argentinien bestieg, um zumindest ein echt argentinisches Rindersteak zu essen, und ich mich in den Bus Richtung Flughafen setzte.
Norman darf eben noch eine Woche länger Urlaub machen, die er für einen 3tägigen Abstecher nach Mendoza und natürlich für 2-3 Tage Skifahren im Valle Nevado nutzen wird.
Nach stundenlangem Warten und einem ewigen Heimflug (13 Stunden nach Madrid, 2 Stunden nach München) kam ich bei Regen gestern abend wieder in München an, wurde bei Re und Tom, meinen fleißigen Wohnungshütern, zuhause schon mit einem Begrüßungsprosecco erwartet und nach Hause chauffiert, und nun sortiere ich die Berge an Post, wasche Wäsche und gewöhne mich so langsam wieder an das "europäische" Leben :-)
Santiago de Chile (20./21.06.09)
In Santiago holte uns leider wieder das schlechte Wetter ein, in der Stadt sah es aus wie bei uns im November (kahle Bäume, nass, kalt), als wir gegen Mittag am Busbahnhof ankamen.
Dort schafften wir es, uns eine wiederaufladbare Fahrkarte für die Metro zu besorgen, und kamen endlich wieder einmal in den Genuss eines vernünftigen und leicht durchschaubaren U-Bahn-Systems, das uns schnell in den Stadtteil Barrio Brasil beförderte, wo wir unser vorreserviertes Zimmer im Hostel Casa Roja (ja, das ist ein rotes Haus!) bezogen.
Dieses Hostel befindet sich in einem palastartigen Gebäude wohl aus dem 19. Jahrhundert, mit unzähligen Räumen, Innenhöfen, einer riesigen Küche und einem überaus beeindruckenden Speisesaal mit gigantischem Kamin, meterhohen Decken mit orginal Stuck-Verzierung und passenden Kronleuchtern - kurzum: eine sehr ungewöhnliche Unterkunft!
Es gab Fernseh- und Leseräume, Internetzimmer, eine Bar, Schlafsäle, Gemeinschaftsduschen und alles weitere, was das Backpackerherz so begehrt, unter anderem auch ein kleines Reisebüro, wo Norman sich gleich mal Infos zu Skiausflügen holte.
Nachdem wir das Hostel besichtigt hatten, machten wir einen Abstecher im nahegelegenen Café und snackten Empanadas; dort meinte ein Angestellter, dass wir sehr untypisch sprechen würden, nämlich sehr weichklingend, obwohl sonst Deutsch ja eher "militärisch" klingen würde?!
Anschliessend nutzten wir die U-Bahn-Karte und fuhren zum Palacio de Bellas Artes, wo wir - wirklich wie bei uns im Herbst - den regnerischen und sehr kalten Nachmittag damit verbrachten, das Museo Nacional de Bellas Artes und das Museo de Arte Contemporaneo mit der sehenswerten Ausstellung "Post-It City".
Als wir endlich mit der Besichtigung fertig waren - und Norman so kalte Füße hatte, dass er kaum noch stehen konnte - war es draussen auch schon wieder dunkel, und wir machten uns auf Abendessen-Suche (Gewinner: mexikanisch mit leckeren Margaritas). Im Hostel legten wir im Aufenthaltsraum, in dem sich alle um die aufgestellten Heizstrahler scharten, noch ein paar Runden Backgammon aufs Brett und tranken ein Bier.
Sonntag im Casa Roja: lange ausschlafen, Totenstille auf den Fluren, kein Mensch weit und breit in den Duschen zu sehen, und erst gegen 12 Uhr erwachte so langsam das Leben bei den faulen Touristen :-) Das Frühstück war eher naja, dafür mit umso mehr Ameisen rund um die Marmelade, aber da sind wir ganz andere Sachen gewöhnt...
Den faulen Sonntag wollten wir nun zur Stadtbesichtigung nutzen, und machten uns zunächst auf zum Cerro Santa Lucíca, einen mitten in der Stadt gelegenen Hügel, bestiegen diesen und guckten ein bisserl über die Stadt, als sich sogar endlich die Wolken ein wenig lichteten und den umwerfenden Blick freigaben auf die schneebedeckten Berge - alles ein bisschen höher als in München und auch ein bisschen näher. Danach das üblich: Nationalbibliothk, Palacio de la Moneda, Allende-Statue, Justizpalast, ... Ganz hübsch, aber auch nicht unbedingt einzigartig.
Ebenso überbewertet: die allgegenwärtigen "Cafe con piernas", die vielen "Cafés mit Beinen", in denen leichtbegleitete Damen, ganz ohne Schmuddelfaktor, als Bedienungen arbeiten und Kaffee servieren. In Ecuador erzählte uns sehr begeistert ein Südamerikaner davon, aber auch das war nicht halb so aussergewöhnlich wie erwartet und am Sonntag nachmittag eher spärlich besetzt.
Stattdessen tranken wir Kaffee bzw. Milchshake direkt an der Plaza de Armas (wie könnte es auch anders sein), die wie alle südamerikanischen Innenstadt-Plätze gesäumt wurde von einer Kathedrale und anderen Prachtbauten, in der Mitte plätscherte ein Brunnen, das Volk tummelte sich, ...
Mit der Metro gings dann in den Künstler-Stadtteil Bellavista, der uns so gut gefiel, dass Norman sogleich hier in einem Hostel ein Zimmer für die Tage reservierte, wenn ich schon wieder abgereist sein würde.
Und natürlich hatte auch Pablo Neruda hier wieder ein Wohnhaus, nämlich "La Chascona", das wir selbstverständlich auch - und diesmal mit einer sehr interessanten Führung - besichtigten. Nun sind wir wahrscheinlich Neruda-Experten, und wurden auch hin und wieder nach Einzelheiten zu den anderen Wohnhäusern "abgefragt". Am Schluss folgte natürlich die Frage, welches der drei Häuser uns am besten gefallen hätte, und wir waren uns recht einig, dass das in Valparaiso einfach mit seinem einzigartigen Blick über Stadt und Meer der Favorit ist.
In Bellavista gibts natürlich, wie sich das für ein Künstlerviertel gehört, viele viele Restaurants und Bars, und so gabs zur Abendeinstimmung einen Piscola (die Bar wählten wir aus, weil dort ein kleiner Heizofen stand, inzwischen und nach Sonnenuntergang wars nämlich wieder mal richtig kalt), und danach dinierten wir richtig italienisch im "Il Siciliano", das war richtig gut! Und zum Glück erwischten wir auch noch die U-Bahn, die hier in Santiago nur bis ca. 23 Uhr abends fährt...
Dort schafften wir es, uns eine wiederaufladbare Fahrkarte für die Metro zu besorgen, und kamen endlich wieder einmal in den Genuss eines vernünftigen und leicht durchschaubaren U-Bahn-Systems, das uns schnell in den Stadtteil Barrio Brasil beförderte, wo wir unser vorreserviertes Zimmer im Hostel Casa Roja (ja, das ist ein rotes Haus!) bezogen.
Dieses Hostel befindet sich in einem palastartigen Gebäude wohl aus dem 19. Jahrhundert, mit unzähligen Räumen, Innenhöfen, einer riesigen Küche und einem überaus beeindruckenden Speisesaal mit gigantischem Kamin, meterhohen Decken mit orginal Stuck-Verzierung und passenden Kronleuchtern - kurzum: eine sehr ungewöhnliche Unterkunft!
Es gab Fernseh- und Leseräume, Internetzimmer, eine Bar, Schlafsäle, Gemeinschaftsduschen und alles weitere, was das Backpackerherz so begehrt, unter anderem auch ein kleines Reisebüro, wo Norman sich gleich mal Infos zu Skiausflügen holte.
Nachdem wir das Hostel besichtigt hatten, machten wir einen Abstecher im nahegelegenen Café und snackten Empanadas; dort meinte ein Angestellter, dass wir sehr untypisch sprechen würden, nämlich sehr weichklingend, obwohl sonst Deutsch ja eher "militärisch" klingen würde?!
Anschliessend nutzten wir die U-Bahn-Karte und fuhren zum Palacio de Bellas Artes, wo wir - wirklich wie bei uns im Herbst - den regnerischen und sehr kalten Nachmittag damit verbrachten, das Museo Nacional de Bellas Artes und das Museo de Arte Contemporaneo mit der sehenswerten Ausstellung "Post-It City".
Als wir endlich mit der Besichtigung fertig waren - und Norman so kalte Füße hatte, dass er kaum noch stehen konnte - war es draussen auch schon wieder dunkel, und wir machten uns auf Abendessen-Suche (Gewinner: mexikanisch mit leckeren Margaritas). Im Hostel legten wir im Aufenthaltsraum, in dem sich alle um die aufgestellten Heizstrahler scharten, noch ein paar Runden Backgammon aufs Brett und tranken ein Bier.
Sonntag im Casa Roja: lange ausschlafen, Totenstille auf den Fluren, kein Mensch weit und breit in den Duschen zu sehen, und erst gegen 12 Uhr erwachte so langsam das Leben bei den faulen Touristen :-) Das Frühstück war eher naja, dafür mit umso mehr Ameisen rund um die Marmelade, aber da sind wir ganz andere Sachen gewöhnt...
Den faulen Sonntag wollten wir nun zur Stadtbesichtigung nutzen, und machten uns zunächst auf zum Cerro Santa Lucíca, einen mitten in der Stadt gelegenen Hügel, bestiegen diesen und guckten ein bisserl über die Stadt, als sich sogar endlich die Wolken ein wenig lichteten und den umwerfenden Blick freigaben auf die schneebedeckten Berge - alles ein bisschen höher als in München und auch ein bisschen näher. Danach das üblich: Nationalbibliothk, Palacio de la Moneda, Allende-Statue, Justizpalast, ... Ganz hübsch, aber auch nicht unbedingt einzigartig.
Ebenso überbewertet: die allgegenwärtigen "Cafe con piernas", die vielen "Cafés mit Beinen", in denen leichtbegleitete Damen, ganz ohne Schmuddelfaktor, als Bedienungen arbeiten und Kaffee servieren. In Ecuador erzählte uns sehr begeistert ein Südamerikaner davon, aber auch das war nicht halb so aussergewöhnlich wie erwartet und am Sonntag nachmittag eher spärlich besetzt.
Stattdessen tranken wir Kaffee bzw. Milchshake direkt an der Plaza de Armas (wie könnte es auch anders sein), die wie alle südamerikanischen Innenstadt-Plätze gesäumt wurde von einer Kathedrale und anderen Prachtbauten, in der Mitte plätscherte ein Brunnen, das Volk tummelte sich, ...
Mit der Metro gings dann in den Künstler-Stadtteil Bellavista, der uns so gut gefiel, dass Norman sogleich hier in einem Hostel ein Zimmer für die Tage reservierte, wenn ich schon wieder abgereist sein würde.
Und natürlich hatte auch Pablo Neruda hier wieder ein Wohnhaus, nämlich "La Chascona", das wir selbstverständlich auch - und diesmal mit einer sehr interessanten Führung - besichtigten. Nun sind wir wahrscheinlich Neruda-Experten, und wurden auch hin und wieder nach Einzelheiten zu den anderen Wohnhäusern "abgefragt". Am Schluss folgte natürlich die Frage, welches der drei Häuser uns am besten gefallen hätte, und wir waren uns recht einig, dass das in Valparaiso einfach mit seinem einzigartigen Blick über Stadt und Meer der Favorit ist.
In Bellavista gibts natürlich, wie sich das für ein Künstlerviertel gehört, viele viele Restaurants und Bars, und so gabs zur Abendeinstimmung einen Piscola (die Bar wählten wir aus, weil dort ein kleiner Heizofen stand, inzwischen und nach Sonnenuntergang wars nämlich wieder mal richtig kalt), und danach dinierten wir richtig italienisch im "Il Siciliano", das war richtig gut! Und zum Glück erwischten wir auch noch die U-Bahn, die hier in Santiago nur bis ca. 23 Uhr abends fährt...
23.6.09
Valparaiso (19./20.06.09)
Tag 3 in Valparaiso: bereits am sehr fruehen Morgen begann es zu regnen, ach was, geradezu zu schuetten, und das Wetter wurde bis zur Aufstehzeit nicht besser.
Leider sind wohl die Haeuser in so suedlichen Gefilden wie Valparaiso im Allgemeinen und unser Hostel im Speziellen nicht auf so ein Sauwetter eingestellt, auf jeden Fall regnete es bereits beim Fruehstueck durch die Decke, wobei der junge Mann, der im Hostel fuer Ordnung sorgte, stoisch Tassen und Schuesseln unter die tropfenden Stelle stellte und immer wieder den Boden aufwischte.
Ich war daher ziemlich unwillig, das Hostel zu verlassen, deshalb vertrieben wir uns den Vormittag mit Teetrinken und Lesen, waehrend sich draussen Sturzbaeche die steilen Strassen hinunter ergossen...
Gegen Mittag hielt es Norman aber nicht mehr drinnen, und so begaben wir uns, geruestet mit Regenjacke (die ich zum ersten Mal in diesem Urlaub aktivierte) und Schirm zur Bushaltestelle, immer vorsichtig durch die riesigen Seen auf dem Gehweg balancierend. Mit dem Bus gings zunaechst zum Busbahnhof und von dort im Ueberlandbus nach Isla Negra, d.h. knapp 2 Stunden durch den Regen und ueberschwemmte Strassen - und auch im Bus floss immerzu Wasser oben durch das Belüftungsfenster - zum zweiten Wohnhaus von Pablo Neruda.
Wir mussten uns selbstverständlich erst einmal mit Pisco und einer Fischsuppe (auf die der Hausherr - wie auch auf viele andere Alltagsdinge - natürlich eine Ode verfasst hat) wieder aufwärmen, bevor wir dann eine überaus zackige Führung durch das wie ein Schiff gebaute Haus bekamen. Pablo Neruda sammelte augenscheinlich alles, was man nur so sammeln kann: Gallionsfiguren, Geschirr, Muscheln, afrikanische Masken, Pfeifen, Glasvasen, überhaupt alles, was mit Schiffen und dem Meer zu tun hat... Und so brauchte er natürlich viel Platz und stopfte sämtliche verfügbaren Häuser mit seinen Mitbringseln und Geschenken aus aller Welt aus, ebenso wie mit den Bildern, die er von zeitgenössischen Künstlern geschenkt bekam. Besonders beeindruckend ist, dass Neruda augenscheinlich sehr gerne mit seinen Freunden feierte, denn in jedem seiner Häuser findet man eine ziemlich professionelle Bar, so richtig mit Tischen und Stühlen, und natürlich auch immer sehr künstlerisch-individuell eingerichtet. Bilder findet man unter www.fundacionneruda.org.
Nach so vielen neuen Eindrücken und wieder im Regen gings zurück nach Valparaiso, auf eine Tasse Tee noch einmal ins Hostel, und nach ein paar Runden Backgammon waren wir wieder soweit aufgewärmt, dass wir zum Abendessen aufbrechen konnten.
Der Reiseführer lotste uns wieder auf den Cerro Concepción, und im Restaurant "Filou de Montpellier" bekamen wir ein fantastisches Abendessen mit Lachs und tollem Weisswein; anschliessend gings in eine Bar, wo wir dem Piscola zusprachen und aufs Beste vom einem Zauberer unterhalten wurden. Und als wir uns endlich sehr spät auf den Heimweg machten, hatte es tatsächlich auch aufgehört zu regnen...
Am nächsten Tag sollte tatsächlich die Sonne scheinen, und so machten wir uns am Vormittag wieder einmal auf zum Busbahnhof - nachdem wir einen letzten Blick über die bunten Häuser von Valparaiso genossen hatten - und fuhren mit dem nächstbesten Bus (die wirklich im 10-Minuten-Takt verkehren) nach Santiago, meiner letzten Südamerika-Station.
Leider sind wohl die Haeuser in so suedlichen Gefilden wie Valparaiso im Allgemeinen und unser Hostel im Speziellen nicht auf so ein Sauwetter eingestellt, auf jeden Fall regnete es bereits beim Fruehstueck durch die Decke, wobei der junge Mann, der im Hostel fuer Ordnung sorgte, stoisch Tassen und Schuesseln unter die tropfenden Stelle stellte und immer wieder den Boden aufwischte.
Ich war daher ziemlich unwillig, das Hostel zu verlassen, deshalb vertrieben wir uns den Vormittag mit Teetrinken und Lesen, waehrend sich draussen Sturzbaeche die steilen Strassen hinunter ergossen...
Gegen Mittag hielt es Norman aber nicht mehr drinnen, und so begaben wir uns, geruestet mit Regenjacke (die ich zum ersten Mal in diesem Urlaub aktivierte) und Schirm zur Bushaltestelle, immer vorsichtig durch die riesigen Seen auf dem Gehweg balancierend. Mit dem Bus gings zunaechst zum Busbahnhof und von dort im Ueberlandbus nach Isla Negra, d.h. knapp 2 Stunden durch den Regen und ueberschwemmte Strassen - und auch im Bus floss immerzu Wasser oben durch das Belüftungsfenster - zum zweiten Wohnhaus von Pablo Neruda.
Wir mussten uns selbstverständlich erst einmal mit Pisco und einer Fischsuppe (auf die der Hausherr - wie auch auf viele andere Alltagsdinge - natürlich eine Ode verfasst hat) wieder aufwärmen, bevor wir dann eine überaus zackige Führung durch das wie ein Schiff gebaute Haus bekamen. Pablo Neruda sammelte augenscheinlich alles, was man nur so sammeln kann: Gallionsfiguren, Geschirr, Muscheln, afrikanische Masken, Pfeifen, Glasvasen, überhaupt alles, was mit Schiffen und dem Meer zu tun hat... Und so brauchte er natürlich viel Platz und stopfte sämtliche verfügbaren Häuser mit seinen Mitbringseln und Geschenken aus aller Welt aus, ebenso wie mit den Bildern, die er von zeitgenössischen Künstlern geschenkt bekam. Besonders beeindruckend ist, dass Neruda augenscheinlich sehr gerne mit seinen Freunden feierte, denn in jedem seiner Häuser findet man eine ziemlich professionelle Bar, so richtig mit Tischen und Stühlen, und natürlich auch immer sehr künstlerisch-individuell eingerichtet. Bilder findet man unter www.fundacionneruda.org.
Nach so vielen neuen Eindrücken und wieder im Regen gings zurück nach Valparaiso, auf eine Tasse Tee noch einmal ins Hostel, und nach ein paar Runden Backgammon waren wir wieder soweit aufgewärmt, dass wir zum Abendessen aufbrechen konnten.
Der Reiseführer lotste uns wieder auf den Cerro Concepción, und im Restaurant "Filou de Montpellier" bekamen wir ein fantastisches Abendessen mit Lachs und tollem Weisswein; anschliessend gings in eine Bar, wo wir dem Piscola zusprachen und aufs Beste vom einem Zauberer unterhalten wurden. Und als wir uns endlich sehr spät auf den Heimweg machten, hatte es tatsächlich auch aufgehört zu regnen...
Am nächsten Tag sollte tatsächlich die Sonne scheinen, und so machten wir uns am Vormittag wieder einmal auf zum Busbahnhof - nachdem wir einen letzten Blick über die bunten Häuser von Valparaiso genossen hatten - und fuhren mit dem nächstbesten Bus (die wirklich im 10-Minuten-Takt verkehren) nach Santiago, meiner letzten Südamerika-Station.
19.6.09
Valparaiso (17./18.06.09)
An unserem letzten Morgen in La Serena verschliefen wir fast das Fruehstueck und schafften es, puenktlich um 11 Uhr auszuchecken, denn um halb zwoelf sollte uns der Bus nach Valparaiso bringen.
Die 7stuendige Fahrt war nicht besonders erlebnisreich, v.a. weil wir saemtliche an Bord gezeigte Filme schon kannten (zuviele Busfahrten in den letzten 2 Wochen), und draussen nur Nebel, Nebel, Nebel zu sehen war.
Mit dem Taxi (sauteuer!) liessen wir uns zum Hostel bringen, dort - ganz neue Erfahrung! - war leider tatsaechlich kein Zimmer mehr frei. Die aeltere Dame an der Rezeption organisierte aber sofort in einem anderen Hostel ein Zimmer fuer uns und liess es sich auch nicht nehmen, uns zu Fuss durch die steilen Gassen des Cerro Bellavista dorthin zu begleiten.
Im Hostel Bellavista, direkt am Hang gelegen, eher eine grosse Altbauwohnung als ein Hostel und mit einem sehr huebschen Blick ueber "Valpo" wurden wir dann auch schon erwartet und bekamen ein nettes Zimmer, auch wenn ich die resolute junge Chilenin kaum verstehen konnte.
Nach dem Auspacken spazierten wir in die City - und hier war mal richtig was los! Wir fanden dann auch nach einer Weile ein Restaurant auf dem Cerro Concepción, das uns zusagte, genossen ein Menue mit Pisco, Fisch, Muscheln und Wein und tranken in einer Bar auf dem Heimweg noch einen Absacker.
Der naechste Tag begann mit einem feinen Fruehstueck, einem kurzen Ratsch mit den beiden einzigen anderen Hotelgaesten und dann natuerlich wie immer mit einer Stadtbesichtigung.
Zunaechst machten wir uns an den Aufstieg zum ehemaligen Wohnhaus ("La Sebastiana") Pablo Nerudas, dem zweiten chilenischen Literaturnobelpreistraeger. Dort konnte man saemtliche beeindruckend eingerichteten Wohnraeume besichtigen und v.a. den unglaublichen, wunderschoenen Blick ueber Valparaiso geniessen: Huegel ueber mit Huegel mit unzaehligen bunten Haeusern und natuerlich der Hafen und das Meer. Das Haus erinnerte mich sehr an die Gaudì-Wohnhaeuser in Barcelona bzw. die Hundertwasser-Haeuser - ungewoehnliche und sehr besondere Architektur...
Anschliessend fuhren wir mit dem Bus (mit tatkraeftiger Unterstuetzung einer netten Chilenin) nach "El Plan", dem Stadtteil direkt am Meer, und dort spazierten wir durch ein beeindruckendes Getuemmel aus lautstark schreienden Strassenverkaeufern und streunenden Hunden zur Markthalle, wo wir im ersten Stock bei den kleinen Restaurants schon auf der Treppe von wartenden Kellnerinnen angefallen wurden, die uns in ihr bescheidenes Lokal locken wollten. Wir widerstanden tapfer und manoevrierten uns zum im Reisefuehrer empfohlenen Restaurant, wo wir eine gute Meeresfruechtesuppe bzw. einen sehr umfangreichen Meeresfruechteeintopf speisten, waehrend unter unserem Stuehlen die Katzen maunzten.
Weiter gings mit dem Bus, diesmal zum Hafen - leider kapierten wir das Aussteigeprinzip nicht so ganz, und mussten daher ein ganz schoen weites Stueck zuruecklaufen, direkt am Containerhafen und der chilenischen Marine vorbei. Am Hafen angekommen, besichtigten wir noch kurz die "Altstadt", die Plaza Sotomayor und fuhren dann mit einer der vielen alten Standseilbahnen, die die Unterstadt mit den diversen Huegeln verbindet, auf den Cerro Concepción. Dort machten wir eine Kaffeepause in einem Café mit Blick ueber die gesamte Stadt, spazierten durch die Gassen, shoppten Wein und Empanadas und machten einen Abstecher ins Internetcafé, wo wir gleich ein Hostel in Santiago reservieren konnten.
Dann gings nach einem langen Besichtigungstag zurueck ins Hostel, und hier sitzen wir nun und geniessen bei einer Flasche chilenischem Weisswein einen ruhigen Abend.
Die 7stuendige Fahrt war nicht besonders erlebnisreich, v.a. weil wir saemtliche an Bord gezeigte Filme schon kannten (zuviele Busfahrten in den letzten 2 Wochen), und draussen nur Nebel, Nebel, Nebel zu sehen war.
Mit dem Taxi (sauteuer!) liessen wir uns zum Hostel bringen, dort - ganz neue Erfahrung! - war leider tatsaechlich kein Zimmer mehr frei. Die aeltere Dame an der Rezeption organisierte aber sofort in einem anderen Hostel ein Zimmer fuer uns und liess es sich auch nicht nehmen, uns zu Fuss durch die steilen Gassen des Cerro Bellavista dorthin zu begleiten.
Im Hostel Bellavista, direkt am Hang gelegen, eher eine grosse Altbauwohnung als ein Hostel und mit einem sehr huebschen Blick ueber "Valpo" wurden wir dann auch schon erwartet und bekamen ein nettes Zimmer, auch wenn ich die resolute junge Chilenin kaum verstehen konnte.
Nach dem Auspacken spazierten wir in die City - und hier war mal richtig was los! Wir fanden dann auch nach einer Weile ein Restaurant auf dem Cerro Concepción, das uns zusagte, genossen ein Menue mit Pisco, Fisch, Muscheln und Wein und tranken in einer Bar auf dem Heimweg noch einen Absacker.
Der naechste Tag begann mit einem feinen Fruehstueck, einem kurzen Ratsch mit den beiden einzigen anderen Hotelgaesten und dann natuerlich wie immer mit einer Stadtbesichtigung.
Zunaechst machten wir uns an den Aufstieg zum ehemaligen Wohnhaus ("La Sebastiana") Pablo Nerudas, dem zweiten chilenischen Literaturnobelpreistraeger. Dort konnte man saemtliche beeindruckend eingerichteten Wohnraeume besichtigen und v.a. den unglaublichen, wunderschoenen Blick ueber Valparaiso geniessen: Huegel ueber mit Huegel mit unzaehligen bunten Haeusern und natuerlich der Hafen und das Meer. Das Haus erinnerte mich sehr an die Gaudì-Wohnhaeuser in Barcelona bzw. die Hundertwasser-Haeuser - ungewoehnliche und sehr besondere Architektur...
Anschliessend fuhren wir mit dem Bus (mit tatkraeftiger Unterstuetzung einer netten Chilenin) nach "El Plan", dem Stadtteil direkt am Meer, und dort spazierten wir durch ein beeindruckendes Getuemmel aus lautstark schreienden Strassenverkaeufern und streunenden Hunden zur Markthalle, wo wir im ersten Stock bei den kleinen Restaurants schon auf der Treppe von wartenden Kellnerinnen angefallen wurden, die uns in ihr bescheidenes Lokal locken wollten. Wir widerstanden tapfer und manoevrierten uns zum im Reisefuehrer empfohlenen Restaurant, wo wir eine gute Meeresfruechtesuppe bzw. einen sehr umfangreichen Meeresfruechteeintopf speisten, waehrend unter unserem Stuehlen die Katzen maunzten.
Weiter gings mit dem Bus, diesmal zum Hafen - leider kapierten wir das Aussteigeprinzip nicht so ganz, und mussten daher ein ganz schoen weites Stueck zuruecklaufen, direkt am Containerhafen und der chilenischen Marine vorbei. Am Hafen angekommen, besichtigten wir noch kurz die "Altstadt", die Plaza Sotomayor und fuhren dann mit einer der vielen alten Standseilbahnen, die die Unterstadt mit den diversen Huegeln verbindet, auf den Cerro Concepción. Dort machten wir eine Kaffeepause in einem Café mit Blick ueber die gesamte Stadt, spazierten durch die Gassen, shoppten Wein und Empanadas und machten einen Abstecher ins Internetcafé, wo wir gleich ein Hostel in Santiago reservieren konnten.
Dann gings nach einem langen Besichtigungstag zurueck ins Hostel, und hier sitzen wir nun und geniessen bei einer Flasche chilenischem Weisswein einen ruhigen Abend.
18.6.09
La Serena (14.-16.06.09)
Wie schon im letzten Blogeintrag erwaehnt, stand uns die laengste Busstrecke unserer ganzen Reise bevor, und zwar von San Pedro de Atacama nach La Serena, ca. 1.000 km suedwaerts.
Gut geruestet nach einem superleckeren Mittagessen im Restaurant La Estaka (mit Rindersteak und Quinuarisotto), hatten wir zunaechst den Riesen-Doppeldeckerbus praktisch fuer uns alleine, und die Fahrt nach Calama bzw. nach Antofagasta verging auch wie im Flug, waehrend wir noch einmal einen Sonnenuntergang in der Wueste geniessen konnten. Ausserdem hatten wir uns fuer diese Fahrt die sauteure "Premium Sleeper"-Klasse geleistet, so richtig mit Schlafsesseln, Decken, Kissen und Verpflegung waehrend der Fahrt, so dass alles auch ganz bequem war und wir auch dann die komplette Fahrt, die insgesamt mehr als 16 Stunden dauerte, prima schlafend und Filme guckend hinter uns brachten.
Morgens gegen halb zehn kamen wir also ausgeschlafen in La Serena an - wie immer sonntags und v.a. ausserhalb der Reisezeit war die Stadt wie ausgestorben. Zum Glueck war im ausgesuchten und sehr huebschen Hostel (El Punto), gefuehrt von zwei Deutschen, noch ein Zimmer fuer uns frei, und wir konnten in Ruhe fruehstuecken, bevor wir uns zur Stadterkundigung aufmachten.
Da gab es nicht allzu viel zu sehen ausser einer sehr europaeisch anmutenden Fussgaengerzone, einem Platz mit Brunnen und dem Archaeologischen Museum, in dem es eine echte Mumie und einen Steinkopf von den Osterinseln zu bestaunen gab. Zum allerersten Mal auf unserer gesamten Reise wurden wir beim Ausruhen auf einer Parkbank gleich mehrfach von recht frech bettelnden Damen angesprochen, die aber auch recht schnell wieder aufgaben.
Sehr interessiert beobachteten wir ausserdem einen aelteren Herrn, der mit grossem Enthusiasmus saemtliche parkenden Autos in einer Strasse wusch und wienerte, und - sobald die Besitzer kamen und wegfahren wollten - dementsprechend um Bezahlung bat. Das nenne ich Arbeitsbeschaffung!
Zurueck im Hostel machte ich mir einen sehr faulen Nachmittag mit Lesestoff und lustigen Filmen im chilenischen Fernsehen, waehrend Norman einen ausgiebigen Spaziergang zum Strand unternahm.
Abends mussten wir wieder einmal feststellen, dass sonntags leider auch praktisch alle Restaurants geschlossen haben, so dass es ein wenig dauerte, bis wir uns mit Muschellasagne und Bier versorgen konnten. Die Taxifahrt zurueck war extrem teuer - wie alles hier in Chile!
Am zweiten Tag in La Serena gings frueh und v.a. warm angezogen mit einem Kleinbus und ein paar anderen Touris mitsamt Guide Jared in 2 Stunden nach Punta Choros an die Pazifikkueste - waehrend der Fahrt erklaerte uns Jared alles ueber die Guanakos, die wir unterwegs im Kaktushain antrafen, den typischen chilenischen Kuestennebel und den Ort Punto Choros. Von dort aus wollten wir die Inseln des "Reserva Nacional Pingüino de Humboldt" besichtigen. Das Meer war extrem wild an diesem Tag, das Wetter ziemlich maessig, und so war es bei dem Seegang auch nicht ganz so einfach, die winzige Schaluppe zu besteigen, da man bei jeder Welle am Pier aufpassen musste, dass man nicht komplett geduscht wurde. Die 30minuetige Fahrt zur Isla Choros war auch dementsprechend stuermisch, und wir waren nass bis auf die Haut. Egal, denn rund um die Insel konnten wir Unmengen von Delphinen zuschauen, die rund um unser Boot schwammen. Ausserdem konnten wir auf der Insel tatsaechlich einige Humboldt-Pinguine entdecken, sowie Kormorane, Seeloewen (wie immer faul herumliegend), ... Wunderschoen und hochinteressant!!!
Danach gings weiter auf die Isla Damas, dort machten wir eine einstuendige Wanderung durch Kakteen, und dann fuhren wir genauso schaukelig und anschliessend nass wie zuvor zurueck ans Festland - wieder begleitet von vielen, vielen Delphinen.
In Punto Choros gabs ein leckeres Mittagessen mit Fisch (keine Delphine!) und Wein fuer alle, und dann liessen wir uns zurueck nach La Serena kutschieren bzw. verbanden die Fahrt gleich mit einer Siesta :-)
Zurueck in der Stadt organisierten wir am Busterminal gleich unsere Weiterfahrt fuer den uebernaechsten Tag, spazierten in der riesigen Mall herum, shoppten Wein im Supermarkt und vergnuegten uns mit unserem Einkauf und dem Fernsehprogramm im Hostel.
Weil wir sparsame Schwaben sind, verzichteten wir am naechsten Tag auf eine organisierte Tour ins Valle Elqui (zu den Pisco-Destillerien) und beschlossen, das Ganze auf eigene Faust durchzufuehren. Zunaechst gings also mit dem oeffentlichen Bus gut 2 Stunden lang hinein ins Tal, vorbei an Weinbergen und Obstplantagen - das Wetter wurde merklich besser: im ganzen Kuestengebiet haengt naemlich immer ein feiner Nebel, der sich sofort aufloest, wenn man ins Landesinnere faehrt.
Im Ort Pisco Elqui spazierten wir zunaechst ein wenig durch den Ort, in dem es Unmengen an Ferienwohnungen gab, die aber alle natuerlich auch komplett ausgestorben waren, snackten und wollten uns dann die Destillierie des Pisco Mistral anschauen. Leider war die angebotene Tour nur auf Spanisch zu haben und zudem noch ziemlich teuer, so dass wir darauf verzichteten, denn dafuer reichten unsere Spanischkenntnisse dann wohl doch nicht aus (auch, weil die Chilenen einen ganz fiesen Dialekt sprechen, den ich kaum verstehe).
Also fuhren wir mit dem naechstbesten Bus weiter nach Monte Grande, wo Norman das Grab der chilenischen Literaturnobelpreistraegerin Gabriela Mistral besuchte (oben auf dem Berg - zu anstrengend!). Und weiter gings mit einem Busfahrer mit selbstmoerderischen Absichten nach Vicuña, wo wir nach einem laengeren Fussmarsch die Destillerie von Capel, der staatlichen Pisco-Marke, erreichten. Eine nette Chilenin, die ein druckreifes und v.a. sehr langsames Spanisch mit uns sprach, fuehrte uns durch die Destillerie und zeigte und die Abfuellanlage, und natuerlich konnten wir danach auch die Produkte verkosten - lecker!!!
An der Hauptstrasse hielten wir anschliessend wieder den naechsten Bus an, der uns in rasanter Fahrt zurueck nach La Serena brachte.
Im Hostel gabs einen Schluck Wein, und dann probierten wir nochmal unsere Busfahrkuenste aus, zum Abendessen wollten wir naemlich in den naechstgelegenen Ort Coquimbo. Bus anhalten, einsteigen und hinsetzen funktionierte auch ganz gut, allerdings guckte uns der Busfahrer ein wenig irritiert an, bis wir darauf kamen, dass wir direkt beim Einsteigen bei ihm haetten bezahlen sollen - in den Ueberlandbussen gibts immer einen "Busbegleiter", der waehrend der Fahrt herumlaeuft und das Geld einkassiert... Naja, man lernt auch in Chile nie aus.
In Coquimbo fanden wir auch schnell ein Restaurant, in dem es Unmengen Grillfleisch und v.a. eine leckere Flasche Rotwein dazu gab, und anschliessend wollten wir eine der angeblich vielen Bars im Barrio Inglès unsicher machen - tja, daraus wurde leider nix, weil in Coquimbo auch dermassen tote Hose war, dass wir also mit einem Collectivo (wobei das Auffinden der korrekten Haltestelle eine ganze Weile dauerte) wieder zurueck nach La Serena duesten; das wars dann auch mit dem Abendprogramm.
Gut geruestet nach einem superleckeren Mittagessen im Restaurant La Estaka (mit Rindersteak und Quinuarisotto), hatten wir zunaechst den Riesen-Doppeldeckerbus praktisch fuer uns alleine, und die Fahrt nach Calama bzw. nach Antofagasta verging auch wie im Flug, waehrend wir noch einmal einen Sonnenuntergang in der Wueste geniessen konnten. Ausserdem hatten wir uns fuer diese Fahrt die sauteure "Premium Sleeper"-Klasse geleistet, so richtig mit Schlafsesseln, Decken, Kissen und Verpflegung waehrend der Fahrt, so dass alles auch ganz bequem war und wir auch dann die komplette Fahrt, die insgesamt mehr als 16 Stunden dauerte, prima schlafend und Filme guckend hinter uns brachten.
Morgens gegen halb zehn kamen wir also ausgeschlafen in La Serena an - wie immer sonntags und v.a. ausserhalb der Reisezeit war die Stadt wie ausgestorben. Zum Glueck war im ausgesuchten und sehr huebschen Hostel (El Punto), gefuehrt von zwei Deutschen, noch ein Zimmer fuer uns frei, und wir konnten in Ruhe fruehstuecken, bevor wir uns zur Stadterkundigung aufmachten.
Da gab es nicht allzu viel zu sehen ausser einer sehr europaeisch anmutenden Fussgaengerzone, einem Platz mit Brunnen und dem Archaeologischen Museum, in dem es eine echte Mumie und einen Steinkopf von den Osterinseln zu bestaunen gab. Zum allerersten Mal auf unserer gesamten Reise wurden wir beim Ausruhen auf einer Parkbank gleich mehrfach von recht frech bettelnden Damen angesprochen, die aber auch recht schnell wieder aufgaben.
Sehr interessiert beobachteten wir ausserdem einen aelteren Herrn, der mit grossem Enthusiasmus saemtliche parkenden Autos in einer Strasse wusch und wienerte, und - sobald die Besitzer kamen und wegfahren wollten - dementsprechend um Bezahlung bat. Das nenne ich Arbeitsbeschaffung!
Zurueck im Hostel machte ich mir einen sehr faulen Nachmittag mit Lesestoff und lustigen Filmen im chilenischen Fernsehen, waehrend Norman einen ausgiebigen Spaziergang zum Strand unternahm.
Abends mussten wir wieder einmal feststellen, dass sonntags leider auch praktisch alle Restaurants geschlossen haben, so dass es ein wenig dauerte, bis wir uns mit Muschellasagne und Bier versorgen konnten. Die Taxifahrt zurueck war extrem teuer - wie alles hier in Chile!
Am zweiten Tag in La Serena gings frueh und v.a. warm angezogen mit einem Kleinbus und ein paar anderen Touris mitsamt Guide Jared in 2 Stunden nach Punta Choros an die Pazifikkueste - waehrend der Fahrt erklaerte uns Jared alles ueber die Guanakos, die wir unterwegs im Kaktushain antrafen, den typischen chilenischen Kuestennebel und den Ort Punto Choros. Von dort aus wollten wir die Inseln des "Reserva Nacional Pingüino de Humboldt" besichtigen. Das Meer war extrem wild an diesem Tag, das Wetter ziemlich maessig, und so war es bei dem Seegang auch nicht ganz so einfach, die winzige Schaluppe zu besteigen, da man bei jeder Welle am Pier aufpassen musste, dass man nicht komplett geduscht wurde. Die 30minuetige Fahrt zur Isla Choros war auch dementsprechend stuermisch, und wir waren nass bis auf die Haut. Egal, denn rund um die Insel konnten wir Unmengen von Delphinen zuschauen, die rund um unser Boot schwammen. Ausserdem konnten wir auf der Insel tatsaechlich einige Humboldt-Pinguine entdecken, sowie Kormorane, Seeloewen (wie immer faul herumliegend), ... Wunderschoen und hochinteressant!!!
Danach gings weiter auf die Isla Damas, dort machten wir eine einstuendige Wanderung durch Kakteen, und dann fuhren wir genauso schaukelig und anschliessend nass wie zuvor zurueck ans Festland - wieder begleitet von vielen, vielen Delphinen.
In Punto Choros gabs ein leckeres Mittagessen mit Fisch (keine Delphine!) und Wein fuer alle, und dann liessen wir uns zurueck nach La Serena kutschieren bzw. verbanden die Fahrt gleich mit einer Siesta :-)
Zurueck in der Stadt organisierten wir am Busterminal gleich unsere Weiterfahrt fuer den uebernaechsten Tag, spazierten in der riesigen Mall herum, shoppten Wein im Supermarkt und vergnuegten uns mit unserem Einkauf und dem Fernsehprogramm im Hostel.
Weil wir sparsame Schwaben sind, verzichteten wir am naechsten Tag auf eine organisierte Tour ins Valle Elqui (zu den Pisco-Destillerien) und beschlossen, das Ganze auf eigene Faust durchzufuehren. Zunaechst gings also mit dem oeffentlichen Bus gut 2 Stunden lang hinein ins Tal, vorbei an Weinbergen und Obstplantagen - das Wetter wurde merklich besser: im ganzen Kuestengebiet haengt naemlich immer ein feiner Nebel, der sich sofort aufloest, wenn man ins Landesinnere faehrt.
Im Ort Pisco Elqui spazierten wir zunaechst ein wenig durch den Ort, in dem es Unmengen an Ferienwohnungen gab, die aber alle natuerlich auch komplett ausgestorben waren, snackten und wollten uns dann die Destillierie des Pisco Mistral anschauen. Leider war die angebotene Tour nur auf Spanisch zu haben und zudem noch ziemlich teuer, so dass wir darauf verzichteten, denn dafuer reichten unsere Spanischkenntnisse dann wohl doch nicht aus (auch, weil die Chilenen einen ganz fiesen Dialekt sprechen, den ich kaum verstehe).
Also fuhren wir mit dem naechstbesten Bus weiter nach Monte Grande, wo Norman das Grab der chilenischen Literaturnobelpreistraegerin Gabriela Mistral besuchte (oben auf dem Berg - zu anstrengend!). Und weiter gings mit einem Busfahrer mit selbstmoerderischen Absichten nach Vicuña, wo wir nach einem laengeren Fussmarsch die Destillerie von Capel, der staatlichen Pisco-Marke, erreichten. Eine nette Chilenin, die ein druckreifes und v.a. sehr langsames Spanisch mit uns sprach, fuehrte uns durch die Destillerie und zeigte und die Abfuellanlage, und natuerlich konnten wir danach auch die Produkte verkosten - lecker!!!
An der Hauptstrasse hielten wir anschliessend wieder den naechsten Bus an, der uns in rasanter Fahrt zurueck nach La Serena brachte.
Im Hostel gabs einen Schluck Wein, und dann probierten wir nochmal unsere Busfahrkuenste aus, zum Abendessen wollten wir naemlich in den naechstgelegenen Ort Coquimbo. Bus anhalten, einsteigen und hinsetzen funktionierte auch ganz gut, allerdings guckte uns der Busfahrer ein wenig irritiert an, bis wir darauf kamen, dass wir direkt beim Einsteigen bei ihm haetten bezahlen sollen - in den Ueberlandbussen gibts immer einen "Busbegleiter", der waehrend der Fahrt herumlaeuft und das Geld einkassiert... Naja, man lernt auch in Chile nie aus.
In Coquimbo fanden wir auch schnell ein Restaurant, in dem es Unmengen Grillfleisch und v.a. eine leckere Flasche Rotwein dazu gab, und anschliessend wollten wir eine der angeblich vielen Bars im Barrio Inglès unsicher machen - tja, daraus wurde leider nix, weil in Coquimbo auch dermassen tote Hose war, dass wir also mit einem Collectivo (wobei das Auffinden der korrekten Haltestelle eine ganze Weile dauerte) wieder zurueck nach La Serena duesten; das wars dann auch mit dem Abendprogramm.
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