16.5.09

Baños (12.-14.05.09)

Wie schon angekuendigt, haben wir uns abends gegen 18 Uhr in Baños ins Thermalbad "Piscinas de La Virgen" begeben - die nette Bademeisterin half uns weiter, auch wenn wir da noch nicht ganz einschaetzen konnten, wie sie die Aussage meint, dass im Untergeschoss ein Becken mit "agua mas caliente" sei - denn das erste Aussenbecken, in das wir uns setzten, hatte bereits um die 38-40 Grad! Der Blick auf die Berge rundum war gigantisch, und in geheiligtem Wasser zu sitzen, ist natuerlich immer gut! :-)
Wir haben uns nach einer ganzen Weile auch tatsaechlich zum anderen Becken begeben, konnten dort aber nur maximal unsere Fuesse fuer ca. 10 Minuten drinlassen, denn das hatte um die 48 Grad, und man fuehlte sich wie im Kochtopf...
Dermassen entspannt (bzw. gar gekocht) haben wir uns noch ein ecuadorianisches Abendessen mit Llapingacho und natuerlich dem guten Pilsener-Bier einverleibt, und das war's auch schon.
Am zweiten Tag in Baños haben wir uns - wie eigentlich in jedem Urlaub unvermeidlich - mal wieder Fahrraeder ausgeliehen und uns auf die "Ruta de las Cascadas" (Wasserfall-Route) begeben.
Dort faehrt man ca. 20 km lang (fast!) immer abwaerts in Richtung Puyo entlang der Schlucht des Rio Pastaza, in den alle Nase lang irgendein Wasserfall einmuendet. Das Radeln war wirklich spassig, die Wasserfaelle malerisch; an einer Stelle konnte man sich mit einem Cablecar fuer 1 $ ueber die Schlucht fahren lassen und auf der anderen Seite einen huebschen Garten besichtigen. Das Highlight der Route ist der Wasserfall "Pailon del Diablo", der groesste der Wasserfaelle. Den konnte man prima von unten angucken, der eigentliche Witz war aber ein Tunnel, durch den man krabbelnder- (da er extrem niedrig war) und kletternderweise direkt neben den Wasserfall gelangen konnte, wo man ordentlich nass wurde. Das war fuer die schwaebische Reisegruppe, die wir dort angetroffen haben (und die mit einem Bus mit Ulmer Kennzeichen unterwegs waren?!), dann doch zu abenteuerlich. :-)
Da wir natuerlich nicht den ganzen Weg (mehr als 600 Hoehenmeter) mit dem Radl zurueckstrampeln wollten, und sich eh schon ein fieser Sonnenbrand auf Armen und Gesicht ankuendigte, haben wir an der naechstgelegenen Bushaltestelle einfach den naechsten Linienbus nach Baños angehalten, unsere Fahrraeder in den Kofferraum geworfen und sind fuer umgerechnet 40 Cent pro Person bequem heimkutschiert worden.
Norman hatte immer noch nicht genug Wasserfaelle gesehen, und strampelte per Fahrrad noch weiter, ich musste meinen Sonnenbrand kuehlen und haben daher den restlichen Nachmittag lesend im Hostel verbracht.
Abends durften wir noch einmal feststellen, dass in Ecuador ueberall gerade dermassen tote Hose ist und alle Restaurants (sofern ueberhaupt geoeffnet) absolut leer sind. Also haben wir uns die Abendessenunterhaltung mit Postkartenschreiben und Happy Hour-Bier selbst gestaltet (Bierpreis liegt bei ca. 1 $ / 80 Cent fuer 0.6 l)...

12.5.09

Baños (12.05.09)

Nun sind wir also in Baños gelandet, in der Stadt mit dem heiligen Wasser - hier ist richtig was los, und ein richtig schnuckeliges Hostel ("Le Petit Auberge") haben wir auch gefunden; wie gesagt, sind hier nicht besonders viele Touristen unterwegs, so dass ueberall Zimmer frei sind.
Als allererste Amtshandlung hier haben wir unser Berge an Waesche in die Reinigung gebracht, dann gab's einen Fruchtsaft (diesmal: Babaco), und nun sitze ich seit 2 Stunden im Internetcafé und komme endlich mal ausgiebig zum Schreiben.
Spaeter werden wir uns die heissen Thermalquellen begeben - das Kontrastprogramm zum Eiswasser von gestern abend auf 4.000 m Hoehe in Quilotoa! :-)

Quilotoa (11./12.05.09)

Quilotoa ist ein kleines Indio-Dorf und liegt auf ueber 3.800 m in den Anden. Bekannt ist es v.a. durch seine ueberaus spektakulaeren Vulkan, um dessen Kratersee man in 4-5 Stunden herumwandern kann.
Das haben wir, nachdem wir ein recht - naja - altertuemliches Zimmer im Haus einer netten Indio-Familie bezogen haben, auch gemacht. Leider haben wir die Sonne unterschaetzt, ebenso die Hoehe, denn auf knapp 4.000 m ist selbst die kleinste Steigung wirklich anstrengend, und beim Kraterrundgang ging's doch ab und zu recht knackig rauf und runter. Immer wieder wurden wir von Indio-Kindern auf dem Heimweg von der Schule (mit Eseln) und Indio-Omas auf dem Weg sonstwohin ueberholt, tja, die sind diese Hoehenverhaeltnisse gewoehnt.
Nach ueber 4 Stunden Fussmarsch waren wir komplett erledigt, allerdings hat der Blick ueber den Vulkan und ueber dei Anden die Anstrengung wirklich gelohnt!
Im Zimmer gab's leider nur Eiswasser aus der Dusche, und so scharten wir uns danach mit unserem "Gastgebern" um den Ofen im Wohnzimmer, genossen Tee und ein sehr leckeres Abendessen (kennt Ihr Baumtomaten?) und ratschten eine Weile mit auch dort gastierenden Schweizern und Ecuadorianern.
Im Zimmer war's doch ziemlich frisch, so dass wir uns in die Deckenberge einpacken mussten und leider - wohl wegen der Hoehe - nicht besonders gut schlafen konnten.

Morgens wurden wir frueh von Schafen geweckt (Maeh kann sehr laut sein!), spazierten nochmal zum Krater in der Hoffnung, einen Blick auf den Cotopaxi zu erhaschen (leider zu wolkig), bekamen ein feines Fruehstueck, und brachen dann schon wieder auf - natuerlich nicht, ohne unserer Gastgeberin noch zwei selbstgestrickte Muetzen und Handschuhe abzukaufen.
Der Herr des Hauses bugsierte uns dann auf die Ladeflaeche seines Pickups, und in rumpeliger und zugiger Fahrt (aber mit traumhaften Blick ueber die Anden) ging's nach Zimbahua. Dort huepften wir in den absolut mit Indios vollgestopften Bus nach Latacunga, konnten gerade noch eine Pipipause einfordern, bevor wir in den naechsten Bus nach Ambato bzw. nach Baños verladen wurden.
Mei, wenn das bei uns mit dem oeffentlichen Transport so gut funktionieren wuerde! :-)

Am Rande: unser Spanisch wird uebrigens immer besser, zumindest verstehen wir inzwischen doch das meiste, was die Leute uns erzaehlen, und die wichtigen Dinge (Wann faehrt der Bus? Wo? Wieviel kostet das?...) klappen wirklich schon gut!

Latacunga (10./11.05.2009)

Unglaublich schnell ging´s nach unserer Rueckkehr von den Galápagos-Inseln weiter - direkt vom Flughafen aus haben wir uns zum Busbahnhof bringen lassen und sind mit dem Bus in 2 Stunden (recht rumpelig, aber billig) nach Latacunga gefahren.
Busfahren hier klappt vorbildlich, an jedem Busbahnhof muss man einfach den herumstehenden Menschen das gewuenschte Fahrtziel zurufen, und ehe man sich's versieht, sitzt man mitsamt Gepaeck im Bus und los geht's! Kassiert wird von einem "Organisator" waehrend der Fahrt, der genau im Blick hat, wer wann und wo zugestiegen ist bzw. wieder aussteigen will - denn das Aussteigen funktioniert auf Zuruf und im Prinzip ueberall am Strassenrand.
Zurueck zu Latacunga: Angeblich kann man von dort aus den Vulkan Cotopaxi sehen, aber es war leider recht bewoelkt, so hatten wir kein Glueck. Ausserdem war wieder einmal Sonntag, und sonntags sind alle Staedte dermassen ausgestorben, dass wir auf die Schnelle nur ein geoeffnetes Hostel (in dem wir auch die einzigen Gaeste waren - momentan ist definitiv keine Touristensaison in Ecuador) und ein geoeffnetes Restaurant, ein Pizzeria, gefunden haben.
Egal, denn nach einem schnellen Fruehstueck an der naechsten Strassenecke (mit Kaffee und Empanadas) marschierten wir wieder zum Busbahnhof und rumpelten im Bus voller Indios nach Quilotoa...

10.5.09

Nochmal: Galápagos (06.-10.05.09)

Leider, leider haben wir am Sonntag "unser" Schiff (XAVIER III) verlassen, und fuenf wundervolle Tage auf Galápagos sind vorbei... :-(

Es ist ein Traum! Das allergroesste Glueck war zunaechst einmal, dass wir eine sehr kleine Gruppe von sieben Leuten (darunter Vertreter aus Japan, Kanada, Ungarn und eben Deutschland) auf einem fuer 16 Personen ausgerichteten Boot waren. Unsere Mitreisenden waren alle durchweg im selben Alter wie wir, und wir hatten - auch dank unserem kundigen Guide Willow - einen Riesenspass zusammen. Die Crew an Bord war sehr nett, und v.a. der Koch ein Genie, der uns mehrfach am Tag begeisterte!

Aber das waren nur die aeusseren Umstaende - eigentlich beeindruckend sind natuerlich die Inseln.

Aber der Reihe nach:

TAG 1
- Eintritt auf die Inseln, zahlbar am Flughafen: 100 $. Dort wird auch saemtliches Gepaeck sowie die Haende der Einreisenden desinfiziert, damit man keine fremden Insekten/Samen mit ins Naturschutzgebiet bringt.
- Spaziergang durch Punta Ayora/Santa Cruz, Charles Darwin Foundation (siehe vorhergehender Blogeintrag)
- auf dem Schiff sitzen stundenlang Pelikane und lassen sich durch nichts stoeren
- starker Seegang, daher alle mehr oder minder seekrank und frueh ins Bett

TAG 2
- beim Fruehstueck sitzen Fregattvoegel direkt neben uns
- Landgang ueber Plazas: unzaehlige Land Iguanas, bruetende Moewen, Salamander (die hier ueberhaupt nicht scheu sind)
- bei der 2stuendigen Schifffahrt nach Santa Fé fliegen sehr ausdauernde Fregattvoegel mit
- nachmittags: Schnorcheln mit sehr (!) verspielten Seeloewen + Fischschwaermen
- Wanderung ueber Santa Fé: Kolonien von Seeloewen am Strand, Landleguane zum Drueberstolpern
- Vorstellung der Crew, Begruessungscocktail und Film ueber die Galapagos-Inseln


TAG 3
- 2stuendiger Spaziergang ueber Floreana: Flamingos, Salamander, dicke Krebse, Nester von Schildkroeten, Seeloewen...
- Schnorcheln rund um die Devil's Crown (= Vulkankrater): Haie, Rochen, Seeloewen, fischende Blaufusstoelpel, bunte Fische
- Mittags liegt ein fauler Seeloewe (die ab jetzt nur noch Meeresfaultiere heissen sollten) stundenlang auf unserem Schiff herum und sonnt sich.
- am Nachmittag besuchten wir die Post Office Bay - dort kann man Postkarten etc. einlagern, die dann von Touristen, die in der Naehe des Empfaengers wohnen, mitgenommen und abgegeben werden - und kletterten in einen stockdunklen Lavatunnel
- zur Abkuehlung wurde wieder geschnorchelt, diesmal entdeckten wir Meeresschildkroeten, und ein sehr neugierige Seeloewe spielte mindestens 20 Minuten mit Norman und mir
- Abends gab´s vom Kuechenchef einen sensationellen Schokokuchen, und die Reisegruppe sass gemeinschatlich mit Bier/Cocktails etc. die halbe Nacht an Deck

Tag 4
- 2stuendige Wanderung ueber Espanola /Punta Suarez, wo wir hunderte von bruetenden Albatrossen, balztanzenden Blaufusstoelpeln (mitten auf dem Weg), Nazca-Toelpeln, natuerlich die unvermeidlichen Seeloewen, Meerechsen und anderes Getier beobachten konnten, ausserdem ein spektakulaeres "Blowhole", durch welches die Wellen geysirartig hochgespritzt werden
- am Nachmittag zeigte Willow uns seinen Lieblingsstrand: Gardner Bay / Espanola. Hunderte Meter weisser Sand, pipiwarmes Wasser, keine Menschenseele weit und breit - ausser natuerlich wie immer Seeloewe an Seeloewe, die sich aber von unseren Schnorchel- und Tauchspielchen unbeeindruckt zeigten.
Im Wasser entdeckten wir einige (angeblich ungefaehrliche) Haie, Schildkroeten, Rochen, ..., und konnten v.a. feststellen, dass halbwuechsige Seeloewen ein Lieblingsspiel haben: direkt an den Strand legen und von jeder Welle zuerst an den Strand und dann wieder ins Wasser gerollt werden - stundenlang! Die Voegel sind genauso unerschrocken (allen voran die Galapagos-Drossel), die einem wahrscheinlich ueber die Fuesse laufen wuerden, wenn man nicht aufpasst.
- letzter Abend: Cocktails und Verabschiedung von der Crew (Trinkspruch: "Arriba - abajo - al centro - un poco movimiento - al dentro"), feines Essen und gemuetliches Sitzen an Deck

Tag 5
- ein letztes Fruehstueck, packen und Abschied von "XAVIER III"
- Anlegen auf San Cristobal, Besuch des "Interpretacion Centre" mit der Geschichte der Galápagos-Inseln
- noch ein bisschen bummeln, Fruchtsaft trinken, E-Mail-Adressen austauschen, und schon geht´s zum Flughafen in San Cristobal
- Abschied von Willow, und knapp 2 Stunden spaeter sind wir schon wieder in Quito

Fazit: ein teurer Spass, so ein Galapagos-Trip - aber in jedem Fall lohnenswert!!! Besonders toll war v.a. unser Guide Willow, der auf alle unsere (unzaehligen) Fragen eine Antwort wusste - wenn diese auch manchmal so ausfiel: "Du, Willow, ich hab beim Schnorcheln eben einen Rochen gesehen, ist der giftig?" - "Na klar, und besonders gerne isst der kleine Touristen - hahaha" :-)
Die Insel-Organisation funktioniert grossartig, man trifft wirklich nirgendwo auf andere Boote oder Touristen, das ist vorbildlich, und macht die Reise unvergesslich!

7.5.09

Galápagos (06.05.09)

Kurz noch die aktuellste Info: heute morgen (Mittwoch) sind wir in aller Herrgottsfruehe (wir mussten sogar ueber die Hostelmauer klettern, da das Tor noch nicht aufgeschlossen war!) auf die Galápagos-Inseln geflogen! Zunaechst nach Santa Cruz, wo wir uns mit unserer "Reisegruppe" (= 8 Mitreisende) trafen und zu unserem Boot bugsiert wurden, auf dem wir die nachsten 5 Tage herumschippern werden. Als erstes waren wir heute den ganzen Nachmittag in der Charles-Darwin-Station, wo wir die Riesenschildkroeten - unter anderem den beruehmten "Lonesome George" bewunderten. Ganz grosses Kino!
Es ist unfassbar heiss hier, und auf dem Schiff gab's schon ein paar Seekranke, da bin ich sehr gespannt, wie sich der Seegang entwickelt. Auf jeden Fall sitzen einfach so auf dem Schiff Unmengen Pelikane, Fregattvoegel und anderes Getier herum, das sich auch gar nicht von den knipsenden Passagieren stoeren laesst!

Quito (02.-05.05.09)

So, nun sind wir schon ein paar Tage in Ecuador, und es wird Zeit, die ersten Eindruecke zu posten :-)
Die allergroesste Ueberraschung war an sich zunaechst einmal der Hinflug, denn anders als erwartet wurden wir nicht nach Quito, sondern nach Guayaquil befoerdert, denn in Quito tobte wohl ein Sturm.
Die Aufregung war gross, aber irgendwie hat es die Fluggesellschaft noch geschafft, uns gestrandete Passagiere mit einer Chartermaschine Stunden spaeter nach Quito zu fliegen, wo wir abends gegen 23 Uhr landeten - nach ueber 24 Stunden Reise natuerlich total kaputt.
Und wer nahm uns am Ausgang in Empfang: der Ollie!!! Unerwartet, aber sehr, sehr erfreulich! Und er bugsierte uns auch ohne viel Federlesen in ein Taxi und brachte uns zu unserem Hostel, wo wir erst einmal in todesaehnlichen Schlaf fielen...
Ach ja: unsere Rucksaecke wogen uebrigens jeweils ca. 12 kg - Rekord!
Am naechsten Morgen holte uns Ollie ab, und wir starteten einen ersten Rundgang durch Quitos Altstadt, die sonntags fuer Autos gesperrt und dementsprechend malerisch ist. Ollie fuehrte uns auch gleich Ecuadors Spezialitaet vor: frisch gepresste/gemixte Saefte aller Art, die man fuer wenig Geld eigentlich ueberall bekommt. Eine halbe Stunde vor Schliessung duesten wir noch flugs ins Nationalmuseum, wo wir sogar kostenlos hineindurften und uns im Schnelldurchgang durch Ecuadors Geschichte gearbeitet haben ;-)
Montags fuhren wir mit der TeleferiQo auf halb auf den Vulkan Pichincha (die Seilbahn faehrt bis 4.100 m), dort spazierten wir noch ein wenig den Sattel hinauf auf knapp 4.300 m - da wird die Luft doch ganz schoen duenn!!! Dank dem herrlichen Wetter hatten wir einen tollen Blick auf Quito und auch eine ordentliche Portion Sonne abbekommen. Am Nachmittag haben wir auf Ollies Empfehlung hin noch das Museum Guayasamín (Ecuadors bekanntester zeitgenoessischer Maler) besichtigt, dessen Bilder uns sehr beeindruckt haben.
Und am Dienstag ging's mit dem Bus zum "Mitad del Mundo", also dem Aequator - ca. 22 km noerdlich von Quito. Die Busfahrt dorthin dauert ca. 1 Stunde und kostet pro Person umgerechnet sagenhafte 10 Cent! Der Aequator entpuppte sich tatsaechlich als rote Linie auf dem Boden, und aussenherum war ein grosses Brimborium mit Ethnologischem Museum und diversen Laeden etc. Allerdings war ca. 200 m weiter im Museum Inti Nan zu lernen, dass genau dort nach neuester GPS-Berechnung der Aequator sein soll, was auch bei einer sehr netten Fuehrung anhand diverser Spielchen unter Beweis gestellt wurde - z.B. mit dem Wasserablauf-Test (im bzw. gegen den Uhrzeigersinn). Ob das alles so stimmt, sei dahingestellt, auf jeden Fall war's sehr unterhaltsam!
Den Nachmittag haben wir auf Quitos Plaza Grande zugebracht, wo wir zufaellig noch einmal den Ollie getroffen haben und uns so von ihm verabschieden konnten.

Das erste Fazit: Quito macht sehr viel Spass, ist eine tolle Stadt, die Leute sind supernett und reagieren auch auf unser doch recht rudimentaeres Spanisch geduldig und hilfsbereit. Die oeffentlichen Verkehrsmittel funktionieren tadellos, das Essen ist prima, gefaehrlich ist's wohl nur abends auf den Strassen (daher sollte man nach Einbruch der Dunkelheit nur noch Taxi fahren), und die Lage auf 2.800 m inmitten noch viel, viel hoeherer Berge ist traumhaft!

30.4.09

Hasta la vista nach München / Bienvenidos an die Blogleser!

Tja, beim letzten Blogeintrag waren's noch 105 Tage, und jetzt ist es schon fast soweit:
nach vollgestopften Wochenenden (Potsdam / Skiurlaub in den Dolomiten / Klettern am Gardasee / Abschiedsparty...) haben wir es tatsächlich geschafft

- den Kühlschrank leer zu futtern
- uns gegen Gelbfieber u.a. impfen zu lassen
- das nötige Equipment (Regenhüllen für die Rucksäcke, Medikamente, Reiselektüre...) zu besorgen
- unsere Hausschlüssel an vertrauenswürdige Personen zu verteilen
- die Kollegen nicht im totalen Chaos zurückzulassen
- uns ordentlich von allen unseren Lieben zu verabschieden
- und hoffentlich noch unsere Rucksäcke so zu packen, dass sie noch bewegt werden können

Daher können wir ganz beruhigt am Samstag morgen um 5 Uhr in Richtung Flughafen aufbrechen.
Dort wird uns die Iberia bzw. LAN über Madrid nach Quito bringen. Unser Abholservice durch Ollie ist leider kurzfristig ausgefallen (liegt an den hübschen Ecuadorianerinnen), und so werden wir uns auf eigene Faust auf den Weg zu unserem im voraus reservierten Hostel "El Cafécito" machen.

Ich denke, dass die ersten paar Tage damit zubringen werden, uns an die Höhe zu gewöhnen (Quito liegt auf über 2.800 m), den Jetlag zu überwinden, die Stadt zu besichtigen und unseren Galápagos-Trip zu buchen. Denn das ist Station Nr. 2! Und auf den Kollegen links freu' ich mich ganz besonders!

Vielen Dank und liebe Grüße an alle Helferlein, an unsere Abschiedsparty-Gäste, an die lieben Kollegen, an die Wohnungshüter, und wir freuen uns über viele Kommentare auf diesem Blog, über Mails und natürlich auf ein Wiedersehen im Juli!

Norman & Nadine

PS: Unsere Reisereoute könnt Ihr auf der Googlemaps-Karte auf der rechten Seite mitverfolgen!

13.1.09

noch 105x schlafen...

... und dann geht's wieder los mit dem Rucksack auf große Reise.

Ziel 2009:
Südamerika, konkret:
Equador
Peru
Bolivien
Chile
und zwar vom 2. 5. - 24.6.

Dank großzügiger Chefs und Kollegen bekommen Norman und ich nämlich seeeehr lange Urlaub, und deshalb wollen wir uns dieses Mal nach Südamerika wagen und die Anden erkunden.
Bin schon sehr gespannt und muss noch viel organisieren :-)

2.1.09

Besuch beim Papst

Leicht verspätet, aber immer noch eine Meldung wert:
Da ich ja bekanntlich zur Spezies der "Geburtstagsflüchter" gehöre, habe ich meinen Ehrentag auch diesmal außer Landes, dafür aber in Begleitung meiner "Liebsten" (= Katrin aka Miss Mad, Andi aka Poly Brillance und natürlich Norman) verbracht.

Allerdings breite ich über unseren genauen Erlebnisse das Tuch des Schweigens (ich sage nur: geheime Mission!) - einen kleinen Eindruck soll die von mir im Vorfeld an die Reisegruppe verschickte Mail dienen:

Liebe Reisegruppe,
gestern war der Papst noch in der Tagesschau, und in wenigen Tagen können wir ihn schon live bewundern - so ist das als Weltenbummler.

Und nachdem Daniel Craig ja m.E. nicht die Ansprüche eines Geheimagenten erfüllt, sollten wir dringend wieder in geheimer Mission unterwegs sein, um ihm Vorbild in Stil, Klasse und vernünftigen Umgang mit Alkohol zu sein.

Folgende Reiseinformationen hat Ihnen Ihre freundliche, kompetente und stets mit "Sehr gern" antwortende Reiseleiterin Petty Coat zusammengestellt:

Team 1 ("Die Guten") reist folgendermaßen an: - Abflug am Samstag um 15.20 Uhr in München, d.h. um 13 Uhr ist Abfahrt mit der MVV im Hause Dietl / Augst - Ankunft ist um 16.50 Uhr in Rom (Flughafen Fiumicino, aka Leonarda da Vinci, Flugnummer LH 3862, Terminal B)
Miss Mads ("Die Böse") Anreise , soweit ich richtig informiert bin: - Ankunft am Samstag um 15.40 Uhr in Rom (wohl am gleichen Flughafen?!)
--> Treffpunkt der Reisegruppe also am Flughafen Fiumicino (wohl Terminal B)
@ Katrin, nimmst Du uns in Empfang? Gerne mit Rosen und einem hübschen Abholer-Schild in der Hand.

Wir können dann noch direkt am Flughafen ein kleines Kennenlernspiel veranstalten oder wir singen schon mal ein Halleluja (siehe unten), das sehen wir dann.
Auf jeden Fall gehts dann per Bahn oder per Taxi Richtung Zentrum, und wir beziehen unser schnuckeliges Apartment, nämlich dieses in perfekter Lage (= Via del Governo vecchio!) und vor allem einem DVD-Player (d.h. viele, viele Folgen "Switch" zum Einschlafen)...

Das weitere Programm kann dann in Absprache mit der Reiseleiterin individuell auf die eigenen Wünsche abgestimmt werden - nicht zur Diskussion stehen: Pizza essen, Wein trinken bei jeder sich bietenden Gelegenheit, den Papst besuchen und Souvenirshopping im Vatikan. Die Abreise erfolgt wieder getrennt:
- Norman fliegt voraussichtlich bereits Sonntag abend ab
- Katrin verlässt die Stadt wohl ohne Heiligsprechung am Montag um 16.15 Uhr in Richtung Stuttgart
- Poly (aka der neue "Bachelor"!) und Petty geleiten Miss Mad zum Flughafen und lassen sich von der Lusthansa (kein Tippfehler) um 17:30 Uhr und ggf. mit Alkoholgenuss an Bord nach München bringen.

So geht das.
Fragen? Anmerkungen? Vorschläge?
Ich bin im Besitz eines sehr brauchbaren Rom-Reiseführers (natürlich der gute Vis-à-Vis!), empfehle aber auch die Lektüre von "Illuminati" (Dan Brown) im Vorfeld - weitere Führer werden dankbar entgegengenommen, denn F. kann man ja nie genug haben.
Außerdem - kleine Hausaufgabe! - sollte natürlich jeder mindestens den Rosenkranz aufsagen können (auch rückwärts!) sowie auf Abfrage eine Auswahl aus dem katholischen Gesangsbuch zum Besten geben können, das hebt nämlich ungemein die Stimmung.

Ach so, das wichtigste: GESCHENKE FÜR MICH!!!!!!!!!!!!! Ohne werdet Ihr direkt zur Hölle fahren, bestimmt! Das lässt sich sicher direkt vor Ort regeln!

In heller Vorfreude und einem "Gott segne Euch",

Nadine